Anfangs waren es noch Weberfamilien, die seit 1630 in reiner Handarbeit Tuche
Neben den Fabriken stehen die Villen der Fabrikbesitzer, deren morgendliche Beschäftigung wahrscheinlich darin bestand, sich an den am Pförtnerhäuschen vorbeiströmenden Arbeitern zu ergötzen. Die Villen, Pförtnerhäuschen und Fabriken bestimmen noch immer das Stadtbild. ![]() Nur im Textilmuseum bekomt man auch eine Vorstellung davon, wie der Arbeitsalltag ausgesehen haben mag. Im Erdgeschoß stehen die Maschinen, die zum Spinnen, Spulen und Weben dienten. Die Vorführungen lassen jeden Besucher erahnen, wie geschickt die Arbeiter gewesen sein müssen, um täglich ihre körperliche Unversehrtheit zu bewahren. Fast alle Maschinen können noch in Betrieb genommen werden und beeindrucken durch ihren Lärm, aber auch durch die genialen Ideen, die ihnen zugrundeliegen. Alle Verschleißteile sind schnell auswechselbar und die Mechanik scheint für ein Jahrhundert gebaut zu sein. Im Gegensatz zu den heute knallhart kalkulierten Kosten im Maschinenbau hatte man damals noch die Freiheit, die Bauteile mit zusätzlichen Gußteilen zu versehen, deren einzige Funktion "Schönheit" war. |